Grenzen für die Dumping- Konkurrenz

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Steuerbetrug: 80 Prozent der von der Finanzpolizei geprüften Grenzgänger stehen unter Dumpingverdacht.

„Finanzpolizei! Kontrolle!“ So wurden zahlreiche Fahrzeuge und Lieferwagen dieser Tage bei der „Aktion scharf“ der Finanzpolizei und der WKO Steiermark an der Grenze zu Slowenien begrüßt. Mehr als 62 Finanzpolizisten waren im Einsatz, um Lohn- und Sozialdumping zu bekämpfen, und auch die „Steirische Wirtschaft“ war vor Ort mit dabei. Ab fünf Uhr früh wurden im Raum Spielfeld bei zahlreichen Grenzübergängen nach Slowenien alle Firmenfahrzeuge aus dem Ausland gestoppt und kontrolliert.
Aus gutem Grund, denn die Anzahl der nach Österreich entsendeten ausländischen Mitarbeiter ist in den vergangenen Jahren geradezu explodiert. Waren es 2013 lediglich 30.145 ausländische Unternehmen, die Dienstleistungen in Österreich durchgeführt haben, kam man 2016 schon auf 81.412 Unternehmen, die in Summe rund 196.000 Mitarbeiter entsendet haben. Die massivste Zunahme ist aber heuer erfolgt, nachdem auch die Transportbranche ihre grenzüberschreitenden Tätigkeiten ordnungsgemäß melden muss. Mehr als 310.000 ausländische Firmen wurden schon im ersten Jahresdrittel 2017 registriert, 250.000 davon entfallen auf die Transportbranche. „Wir haben gewusst, dass die Dunkelziffer sehr hoch ist. Aber diese Höhe hat uns schon überrascht“, erklärt Peter Fahrner, Obmann der Transporteure. Und trotz der vielen Meldungen werden die gesetzlichen Spielregeln für grenzüberschreitende Dienstleistungen meist nicht eingehalten. „Rund 80 Prozent der kontrollierten Firmen aus dem Ausland stehen unter dem Verdacht des Lohn- und Sozialdumpings. Jeder Zweite hatte überhaupt keine Papiere mit und ist auch nicht bei der Krankenkasse angemeldet“, beklagt Rigobert Rainer, Leiter der Finanzpolizei Steiermark und Kärnten – und das, obwohl die Meldemoral wegen der verstärkten Kontrollen zuletzt gestiegen ist.

Quelle: WK News

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