Transporteure fordern erneut Verbesserungen für ihre Branche

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Bei der Fachgruppentagung der Salzburger Transporteure wurden einmal mehr Forderungen nach einer Entlastung der Branche laut.

200 Transportunternehmer nahmen vergangenen Samstag an der Fachgruppentagung teil, um sich über die Arbeit der Fachgruppe und des Fachverbandes und die Lage der Branche zu informieren. Der Geschäftsführer der Pappas Automobil GmbH, Günter Graf, zeigte sich erfreut, dass diese Tagung wieder im Hause Pappas abgehalten wurde.

Spartenobmann KommR Peter Tutschku merkte in seinen Grußworten positiv an, dass nicht zuletzt durch die PR-Maßnahmen der Sparte und der Fachgruppe sich das Image der Güterbeförderer auch in der Bevölkerung wesentlich verbessert hat. Es wurde ein Bewusstsein dafür geschaffen, dass es ohne den Lkw keine funktionierende Wirtschaft und Versorgung gibt. Massiv kritisierte er den Wildwuchs an Fahrverboten, die es gerade den Nahversorgen äußerst schwierig machen, ihre Aufträge zu erfüllen und appellierte an das Augenmaß der zuständigen Behörden und Politiker.
Leichter Aufschwung

Über die wirtschaftliche Entwicklung berichtete Fachgruppenobmann  Ing. Maximilian Gruber von einem leichten Umschwung und von einem damit einhergehenden Anstieg des Transportvolumens für Salzburger Transporteure. Das drückt sich schon alleine dadurch aus, dass die Anzahl der Salzburger Güterbeförderungsunternehmen sowie die Anzahl der eingesetzten Fahrzeuge angestiegen sind.

NAbg. Andreas Ottenschläger informierte unter anderem über die österreichische Verkehrspolitik und die politische Arbeit im Parlament. Er sieht einige Herausforderungen für die Transportbranche, die es in Zukunft umzusetzen gilt. Dabei sprach er unter anderem den Nacht-60er, die langfristige Entwicklung einer einheitlichen europäischen Maut sowie E-Mobilität oder autonomes Fahren an.

Unverständnis wurde über die Ausgestaltung der Bundes-Investitionszuwachsprämie geäußert. Diese kann nämlich aus nicht nachvollziehbaren Gründen nicht für Fahrzeuge des Transportgewerbes in Anspruch genommen werden, lediglich für andere Bereiche des Betriebes.
Mehrkosten durch Grenzkontrollen

Zur Situation an der Grenze zu Deutschland stellte Gruber fest, dass die Beeinträchtigungen und die damit zusammenhängenden Aufwendungen und Kosten nicht kalkulierbar sind, weil die Kontrollen über das ganze Jahr gesehen unterschiedlich intensiv sind. „Gerade in Ferien- und Reisezeiten kommt es durch das erhöhte Verkehrsaufkommen und den damit zusammenhängenden strengeren Kontrollen zu langen Wartezeiten, die den internationalen Güterverkehr massiv beeinträchtigen“, stellte Gruber fest. In diesem Zusammenhang informiert er auch über das in Zukunft in Deutschland umzusetzende Verbot, die wöchentliche Ruhepause in der Fahrerkabine zu verbringen. Es werde damit gerechnet, dass dieses Verbot auch in weiteren europäischen Ländern umgesetzt wird.

Fachverbandsgeschäftsführer Dr. Peter Tropper informierte über den aktuellen Stand bundesweiter Branchenthemen und sprach auch das weitreichende Thema des „Lkw-Kartells“ an. Besonders ging er auf die Möglichkeiten der Durchsetzung von Schadenersatzforderungen betroffener Lkw-Besitzer ein.

Der Fachgruppenobmann informierte auch über die Eckpunkte des neuen „Verkehrsunternehmensregisters“ sowie das vorgesehene System der „Risikoeinstufung“, dessen Auswirkung im schlimmsten Falle bis zum Entzug der Konzession führen kann. Er kündigte dazu eine Informationsveranstaltung der Sparte Transport und Verkehr an.

DI Franz Schätz von Mercedes-Benz Österreich gab abschließend einen Einblick in die künftige Entwicklung der Nutzfahrzeuge und präsentierte die Konzeption eines elektrobetriebenen Verteilfahrzeuges. Bei den anschließenden Führungen durch den Betrieb wurde den Teilnehmern ein ausführlicher Einblick in die Pappas-Konzernzentrale gewährt.

Quelle: Transport Online

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